Chemische Inhibitoren von AURA1 umfassen eine Reihe von Verbindungen, die auf die Kinaseaktivität abzielen, die für seine Funktion bei der Regulierung des Zellzyklus wesentlich ist. Alisertib zum Beispiel bindet an die ATP-Bindungstasche von AURA1 und verhindert so die Bindung und Nutzung von ATP, das für die Kinaseaktivität von AURA1 entscheidend ist. Diese Unterbrechung der ATP-Bindung hemmt direkt die Phosphorylierungsfähigkeit von AURA1, einen entscheidenden Schritt in seinem Funktionszyklus. In ähnlicher Weise sind MLN8054 und MLN8237 selektive Inhibitoren, die ebenfalls an der ATP-Bindungsstelle von AURA1 angreifen. Indem sie diese Stelle besetzen, blockieren sie den Zugang zu ATP und hemmen so die Kinaseaktivität von AURA1 und die anschließende Phosphorylierung von Substraten. VX-680 bzw. MK-0457 dehnt diese hemmende Wirkung auf die Isoformen von AURA1, AURA1B und AURA1C aus und sorgt so für eine umfassende Hemmung der damit verbundenen Aktivitäten von AURA1. Danusertib und AT9283 nutzen auch die ATP-Bindungsstelle von AURA1, um dessen Funktion zu hemmen. Indem sie die Aktivierung des Enzyms durch ATP verhindern, reduzieren diese Wirkstoffe direkt die phosphorylierende Wirkung von AURA1.
Barasertib und Hesperadin sind Beispiele für Hemmstoffe, die zwar nicht ausschließlich spezifisch für AURA1 sind, aber dessen Funktion aufgrund ihrer Wirkung auf eng verwandte Kinasen innerhalb des Zellteilungszyklus beeinträchtigen. Die Hemmung der Aurora-Kinase B durch Barasertib wirkt sich indirekt auf die Rolle von AURA1 aus, da diese Kinasen während der Mitose zusammenarbeiten. Hesperadin hemmt Aurora-Kinasen und stört die Aktivität von AURA1 durch kompetitive Bindung an das aktive Zentrum, eine Strategie, die den normalen Betrieb der Kinase beeinträchtigt. CCT137690 und SNS-314 zielen auf die ATP-Bindungstasche ab, was die Anfälligkeit der ATP-Bindungsdomäne von AURA1 für eine chemische Hemmung noch deutlicher macht. Dieses spezifische Targeting gewährleistet eine direkte Unterdrückung der Kinaseaktivität von AURA1. PHA-739358, ein Pan-Aurora-Kinase-Inhibitor, bindet in der gleichen ATP-Tasche, was zu einer umfassenden Hemmung von AURA1 und seinen verwandten Kinasen führt und so die für die Zellzyklusprogression notwendige Phosphorylierungskaskade behindert. Diese Inhibitoren stellen einen gezielten Ansatz zur Unterdrückung der katalytischen Wirkung von AURA1 dar und machen die ATP-Bindungsstelle als kritischen Bereich für eine funktionelle Störung deutlich.
Siehe auch...
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
MLN8237 | 1028486-01-2 | sc-394162 | 5 mg | ¥2482.00 | ||
Alisertib ist ein Aurora-Kinase-A-Inhibitor, der an die ATP-Bindungstasche von AURA1 bindet und so die Bindung von ATP verhindert, die für die Kinaseaktivität von AURA1 notwendig ist. Dadurch wird die Funktion von AURA1 direkt gehemmt, indem seine Phosphorylierungsaktivität verhindert wird. | ||||||
ZM-447439 | 331771-20-1 | sc-200696 sc-200696A | 1 mg 10 mg | ¥1726.00 ¥4016.00 | 15 | |
ZM447439 ist ein Aurora-Kinase-Inhibitor, der sowohl AURA1 als auch B angreift und dadurch deren Kinaseaktivität stört. Durch die Verhinderung der Phosphorylierung hemmt es direkt die katalytische Wirkung von AURA1 auf seine Substrate. | ||||||
Hesperadin | 422513-13-1 | sc-490384 | 10 mg | ¥3430.00 | ||
Hesperadin ist ein Inhibitor von Aurora-Kinasen, insbesondere von AURA1, indem es an dessen aktive Stelle bindet. Diese Interaktion verhindert die Kinaseaktivität von AURA1, was zu einer Hemmung seiner Funktion im Zellzyklus führt. | ||||||
MLN 8054 | 869363-13-3 | sc-484828 | 5 mg | ¥4490.00 | ||
MLN8054 ist ein selektiver Inhibitor der Aurora-Kinase A, die AURA1 ist, und hemmt deren Aktivität durch Bindung an die ATP-Bindungsstelle. Dadurch wird verhindert, dass AURA1 Phosphate auf seine Proteinsubstrate überträgt, wodurch seine Funktion effektiv gehemmt wird. | ||||||
Tozasertib | 639089-54-6 | sc-358750 sc-358750A | 25 mg 50 mg | ¥699.00 ¥982.00 | 4 | |
VX-680, auch bekannt als MK-0457, ist ein Aurora-Kinase-Inhibitor, der auf AURA1, AURA1B und AURA1C abzielt und zu einer Hemmung ihrer Kinaseaktivitäten und damit zu einer direkten Hemmung der zellulären Funktionen von AURA1 führt. | ||||||