ASH1L (Absent, Small, or Homeotic-like 1) ist eine Histon-Methyltransferase, die eine entscheidende Rolle bei der epigenetischen Regulierung der Genexpression spielt. Sie katalysiert spezifisch die Methylierung von Lysin 36 auf Histon H3 (H3K36), eine Modifikation, die mit der Aktivierung der Gentranskription verbunden ist. Die Aktivität von ASH1L ist von entscheidender Bedeutung für die ordnungsgemäße Entwicklung und Differenzierung von Zellen sowie für die Aufrechterhaltung der genomischen Stabilität. Durch seine Rolle bei der Histonmodifikation beeinflusst ASH1L ein breites Spektrum biologischer Prozesse, einschließlich der Regulierung von Entwicklungsgenen und der Unterdrückung einer unangemessenen Genexpression. Die präzise Modulation der ASH1L-Aktivität ist entscheidend dafür, dass Gene zur richtigen Zeit und am richtigen Ort exprimiert werden, was ihre Bedeutung in der Zell- und Entwicklungsbiologie widerspiegelt.
Die Hemmung der enzymatischen Aktivität von ASH1L setzt an den spezifischen Domänen an, die für die Interaktion mit Histonen und die Methyltransferase-Funktion verantwortlich sind. Zu den Hemmungsmechanismen gehören die Störung der Substraterkennung des Enzyms, die Beeinträchtigung seiner katalytischen Stelle oder die Behinderung seiner Fähigkeit, an Chromatin zu binden. Inhibitoren können wirken, indem sie die natürlichen Substrate von ASH1L imitieren und so den Zugang zum aktiven Zentrum des Enzyms konkurrierend blockieren. Alternativ dazu können allosterische Inhibitoren auch an andere Bereiche des Enzyms als das aktive Zentrum binden und so Konformationsänderungen hervorrufen, die die enzymatische Aktivität des Enzyms verringern. Die Entwicklung von ASH1L-Inhibitoren basiert auf einem tiefen Verständnis der Struktur des Proteins und der molekularen Dynamik seiner Interaktion mit Histonen. Solche Inhibitoren könnten als Werkzeuge für die Untersuchung der biologischen Funktionen von ASH1L und der Folgen seiner Hemmung auf die Genexpression und zelluläre Prozesse dienen. Angesichts der Beteiligung von ASH1L an kritischen Regulationswegen stellt die gezielte Hemmung dieses Enzyms einen strategischen Ansatz zur Modulation epigenetischer Markierungen dar, der sich auf das Verständnis und die potenzielle Beeinflussung der komplexen Netzwerke der Genregulation auswirkt.
Siehe auch...
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
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Epz004777 | 1338466-77-5 | sc-507560 | 100 mg | ¥6487.00 | ||
EPZ004777 zielt direkt auf ASH1L ab, indem es an seine Methyltransferase-Domäne bindet und so seine Fähigkeit, Histon H3 an Lysin 36 zu methylieren, wirksam hemmt. Diese Hemmung stört die normale epigenetische Regulation der Genexpression, die für die Rolle von ASH1L bei zellulären Prozessen von entscheidender Bedeutung ist. | ||||||
UNC1999 | 1431612-23-5 | sc-475314 | 5 mg | ¥1602.00 | 1 | |
UNC1999 wirkt als potenter Inhibitor von ASH1L, indem es spezifisch mit dessen katalytischer SET-Domäne interagiert. Diese Interaktion verhindert, dass ASH1L seine Methyltransferase-Aktivität auf Histon H3 ausübt, wodurch die epigenetischen Modifikationen gehemmt werden, die die Transkriptionsaktivierung erleichtern. | ||||||
UNC0638 | 1255580-76-7 | sc-397012 | 10 mg | ¥3554.00 | ||
UNC0638 hemmt ASH1L, indem es die SET-Domäne, die für die enzymatische Aktivität der Methylierung von Histon H3 an Lysin 36 verantwortlich ist, gezielt bindet. Diese Bindung hemmt die Funktion von ASH1L und führt zu Veränderungen in den Genexpressionsmustern, die durch Veränderungen in der Histon-Methylierungslandschaft vermittelt werden. | ||||||