AMPKγ3-Inhibitoren sind eine Kategorie von Wirkstoffen, die die Aktivität der regulatorischen Untereinheit γ3 innerhalb des AMP-aktivierten Proteinkinase-Komplexes (AMPK) vermindern. AMPK fungiert als Energiesensor innerhalb der Zelle, wobei die γ3-Untereinheit eine zentrale Rolle bei der Bestimmung der Reaktion des Enzyms auf Veränderungen des zellulären Energieniveaus spielt. Hemmstoffe, die auf diese Untereinheit abzielen, binden nicht unbedingt direkt an AMPKγ3, sondern können durch Veränderung der zellulären Bedingungen, die die AMPK-Aktivierung regulieren, wirken. So können diese Verbindungen beispielsweise das Verhältnis von AMP zu ATP verringern, vorgelagerte Kinasen hemmen, die für die Phosphorylierung von AMPK verantwortlich sind, oder Phosphatasen aktivieren, die AMPK dephosphorylieren und dadurch ihre Aktivität verringern. Einige Inhibitoren, wie z. B. Verbindung C, konkurrieren direkt mit ATP und verhindern die für die AMPK-Aktivierung erforderlichen Konformationsänderungen.
Die Wirkung von AMPKγ3-Inhibitoren kann sich auf verschiedene Stoffwechselwege erstrecken, die der AMPK-Komplex reguliert. Indem sie die Aktivität von AMPK verringern, können diese Inhibitoren Prozesse wie die Glukoseaufnahme, die Fettsäureoxidation und die mitochondriale Biogenese modulieren. Die indirekten Methoden, mit denen diese Verbindungen AMPKγ3 hemmen, umfassen ein breites Spektrum zellulärer Mechanismen, von nährstoffbedingten Veränderungen des Energiestatus bis hin zu hormonellen Signalwegen, die den Phosphorylierungszustand von AMPK beeinflussen. So kann beispielsweise ein hoher Gehalt an Fettsäuren oder Glukose zu einem Anstieg der ATP-Konzentration führen, was wiederum die AMPK-Aktivität hemmen kann. Ebenso können bestimmte Mykotoxine und Kinasehemmer die AMPK-Aktivität beeinflussen, indem sie die normalen Phosphorylierungs- und Dephosphorylierungszyklen stören, die die Kinaseaktivität des Komplexes regulieren.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
BML-275 | 866405-64-3 | sc-200689 sc-200689A | 5 mg 25 mg | ¥1083.00 ¥4005.00 | 69 | |
Ein selektiver AMPK-Inhibitor, der die AMPK-Aktivierung durch kompetitive ATP-Bindung blockieren kann. | ||||||
Sunitinib Malate | 341031-54-7 | sc-220177 sc-220177A sc-220177B | 10 mg 100 mg 3 g | ¥2223.00 ¥5867.00 ¥12331.00 | 4 | |
Ein Tyrosinkinase-Hemmer, der nachweislich die AMPK-Phosphorylierung verringert und AMPKγ3 beeinflussen kann. | ||||||
Gliotoxin | 67-99-2 | sc-201299 sc-201299A | 2 mg 10 mg | ¥1512.00 ¥4445.00 | 1 | |
Ein Mykotoxin, von dem berichtet wurde, dass es die AMPK-Aktivität hemmt und sich möglicherweise indirekt auf AMPKγ3 auswirkt. | ||||||
Palmitic Acid | 57-10-3 | sc-203175 sc-203175A | 25 g 100 g | ¥1286.00 ¥3227.00 | 2 | |
Eine gesättigte Fettsäure, die eine Insulinresistenz hervorrufen kann und die AMPK-Aktivität, einschließlich der γ3-Untereinheit, hemmen kann. | ||||||
D-Glucosamine | 3416-24-8 | sc-278917A sc-278917 | 1 g 10 g | ¥2268.00 ¥8789.00 | ||
Kann die Auswirkungen eines Glukoseüberschusses nachahmen und kann AMPK indirekt hemmen, indem es das zelluläre Energieniveau erhöht. | ||||||
Cyclosporin A | 59865-13-3 | sc-3503 sc-3503-CW sc-3503A sc-3503B sc-3503C sc-3503D | 100 mg 100 mg 500 mg 10 g 25 g 100 g | ¥711.00 ¥1038.00 ¥2821.00 ¥5472.00 ¥11677.00 ¥24155.00 | 69 | |
Ein Immunsuppressivum, das die mitochondriale ATP-Produktion hemmen kann, wodurch die AMPK-Aktivierung möglicherweise verringert wird. | ||||||
Sorafenib | 284461-73-0 | sc-220125 sc-220125A sc-220125B | 5 mg 50 mg 500 mg | ¥643.00 ¥1128.00 ¥2821.00 | 129 | |
Ein Kinaseinhibitor, der die AMPK-Phosphorylierung verringern und dadurch die AMPKγ3-Aktivität beeinträchtigen kann. | ||||||
Hydrocortisone | 50-23-7 | sc-300810 | 5 g | ¥1151.00 | 6 | |
Ein Glukokortikoid, das den Energiestoffwechsel modulieren und möglicherweise die AMPK-Aktivität herunterregulieren kann. | ||||||
Nicotinamide | 98-92-0 | sc-208096 sc-208096A sc-208096B sc-208096C | 100 g 250 g 1 kg 5 kg | ¥496.00 ¥745.00 ¥2302.00 ¥9375.00 | 6 | |
Eine Form von Vitamin B3, die Sirtuine hemmen und indirekt die AMPK-Aktivität, einschließlich der von AMPKγ3, verringern kann. | ||||||