AMPD1-Inhibitoren sind eine Klasse chemischer Verbindungen, die in erster Linie auf die Aktivität des Enzyms Adenosinmonophosphat-Deaminase 1 (AMPD1) abzielen und diese modulieren. AMPD1, auch bekannt als Myoadenylat-Deaminase, ist ein wichtiges Enzym, das an der Regulierung des Purinnukleotidstoffwechsels in Zellen beteiligt ist. Diese Inhibitoren entfalten ihre Wirkung, indem sie die enzymatische Funktion von AMPD1 stören, was letztlich zu veränderten Purinnukleotidspiegeln führt. Purinnukleotide sind essentielle Moleküle, die an verschiedenen zellulären Prozessen beteiligt sind, darunter DNA- und RNA-Synthese, Energiestoffwechsel und Zellsignale.
Die Hemmung von AMPD1 durch Verbindungen dieser Klasse kann aufgrund der vielfältigen Rollen von Purinnukleotiden unterschiedliche physiologische Folgen haben. Durch die Verringerung der Aktivität von AMPD1 können diese Inhibitoren möglicherweise zu einer Anhäufung von Adenosinmonophosphat (AMP) und einer Verringerung von Inosinmonophosphat (IMP) führen, die beide Vorläufer für die Purinnukleotidsynthese sind. Dieses veränderte Nukleotidgleichgewicht kann Prozesse wie die ATP-Produktion, die Nukleinsäuresynthese und die Signalwege der Zelle beeinflussen, was sich möglicherweise auf die Zellfunktion auswirkt. Daher haben AMPD1-Inhibitoren in verschiedenen Forschungskontexten Aufmerksamkeit erregt, da sie den intrazellulären Purinstoffwechsel modulieren und möglicherweise zelluläre Prozesse beeinflussen können, die von Purinnukleotiden abhängig sind.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Mycophenolic acid | 24280-93-1 | sc-200110 sc-200110A | 100 mg 500 mg | ¥778.00 ¥3001.00 | 8 | |
Mycophenolsäure hemmt AMPD1, indem sie die Verfügbarkeit seines Substrats, Inosinmonophosphat (IMP), durch die Hemmung der Inosinmonophosphatdehydrogenase (IMPDH) reduziert. Diese Störung führt zu einer verminderten Purin-Biosynthese. | ||||||
Ribavirin | 36791-04-5 | sc-203238 sc-203238A sc-203238B | 10 mg 100 mg 5 g | ¥711.00 ¥1241.00 ¥2414.00 | 1 | |
Ribavirin hemmt AMPD1 indirekt, indem es den zellulären Pool von Guanosintriphosphat (GTP) beeinträchtigt, was den Purinnukleotid-Stoffwechsel stört und die AMPD1-Aktivität beeinträchtigt. | ||||||
AICAR | 2627-69-2 | sc-200659 sc-200659A sc-200659B | 50 mg 250 mg 1 g | ¥733.00 ¥3159.00 ¥4513.00 | 48 | |
Acadesin (AICA) aktiviert die AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK), die ihrerseits AMPD1 durch Phosphorylierung hemmt. Die AMPK-Aktivierung trägt zur Regulierung der zellulären Energiehomöostase bei. | ||||||
Allopurinol | 315-30-0 | sc-207272 | 25 g | ¥1478.00 | ||
Allopurinol hemmt die Xanthinoxidase und reduziert so die Produktion von Xanthin und Hypoxanthin, beides Vorstufen von Harnsäure und AMP. Dadurch wird indirekt die AMPD1-Aktivität verringert. | ||||||
Methotrexate | 59-05-2 | sc-3507 sc-3507A | 100 mg 500 mg | ¥1061.00 ¥2403.00 | 33 | |
Methotrexat hemmt die Dihydrofolatreduktase und unterbricht damit den für die Nukleotidsynthese wichtigen Folatweg. Die verringerte Verfügbarkeit von Nukleotiden wirkt sich indirekt auf AMPD1 aus. | ||||||
2-Chloro-2′-deoxyadenosine | 4291-63-8 | sc-202399 | 10 mg | ¥1625.00 | 1 | |
Cladribin ist ein Purinanalogon, das in die DNA eingebaut wird und DNA-Strangbrüche verursacht. Diese Störung des DNA-Stoffwechsels kann sich indirekt auf die AMPD1-Aktivität auswirken. | ||||||
Fludarabine | 21679-14-1 | sc-204755 sc-204755A | 5 mg 25 mg | ¥654.00 ¥2302.00 | 15 | |
Fludarabin ist ein Purinanalogon, das in die DNA eingebaut wird und die DNA-Synthese und -Reparatur hemmt. Diese Störung kann sich indirekt auf AMPD1 auswirken, indem sie die Verfügbarkeit von Purin verringert. | ||||||