AK8-Inhibitoren sind eine Klasse von Chemikalien, die die Aktivität der Adenylatkinase 8 (AK8), einer Nukleosidmonophosphatkinase, hemmen. Der primäre Mechanismus dieser Inhibitoren besteht darin, die Fähigkeit des Enzyms zu beeinträchtigen, den reversiblen Transfer der endständigen Phosphatgruppe zwischen Nukleosidtriphosphaten (wie ATP) und Monophosphaten (wie AMP) zu katalysieren. Dieser Prozess ist entscheidend für die Aufrechterhaltung des zellulären Gleichgewichts der Nukleotide, das für verschiedene biochemische Prozesse, einschließlich der Energieübertragung und der Signaltransduktion, unerlässlich ist. Die aufgelisteten Inhibitoren wirken vor allem dadurch, dass sie die natürlichen Substrate von AK8, wie ATP und AMP, nachahmen oder sich an das aktive Zentrum des Enzyms binden und dadurch dessen Zugang zu seinen natürlichen Substraten blockieren. So wirken beispielsweise Verbindungen wie P1,P5-Di(adenosin-5'-)pentaphosphat, Trilithiumsalz, Diadenosin-Pentaphosphat und GP-AMP als bisubstratanaloge Inhibitoren. Sie weisen strukturelle Ähnlichkeiten mit ATP und AMP auf, so dass sie sich effektiv an das aktive Zentrum des Enzyms binden und so dessen Aktivität hemmen können. Diese Art der Hemmung ist häufig kompetitiv, da diese Moleküle mit ATP und AMP um das aktive Zentrum konkurrieren.
Andere Inhibitoren, wie Sangivamycin, Tubercidin und Toyocamycin, sind Nukleosidanaloga. Diese Verbindungen ahmen die Struktur von Nukleosiden, den Bausteinen der Nukleotide, nach und stören die normale Funktion von AK8. Durch ihre Ähnlichkeit mit den natürlichen Substraten können sie an AK8 binden und das Enzym an der Ausübung seiner katalytischen Funktion hindern. Diese Störung der enzymatischen Aktivität von AK8 kann den Nukleotidstoffwechsel und die Energieübertragung in den Zellen erheblich beeinträchtigen. Außerdem sind einige Inhibitoren wie 5-Iodtubercidin und 8-Azaadenosin modifizierte Versionen natürlicher Nukleoside. Diese Modifikationen verbessern ihre Bindungsaffinität zu AK8 und erhöhen ihre Wirksamkeit als Inhibitoren. Die breite Palette chemischer Strukturen, die in diesen Inhibitoren vertreten sind, verdeutlicht die verschiedenen Ansätze, die zur gezielten Hemmung der AK8-Aktivität verwendet werden. Wenn die Forscher die spezifischen Wechselwirkungen zwischen diesen Chemikalien und AK8 verstehen, können sie wirksamere Strategien entwickeln, um die Funktion des Enzyms für verschiedene biochemische Anwendungen zu modulieren.
| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
P1,P5-Di(adenosine-5′-)pentaphosphate, Trilithium Salt | 75522-97-3 | sc-204156 sc-204156A sc-204156B sc-204156C | 25 mg 100 mg 250 mg 1 g | ¥2978.00 ¥6273.00 ¥10346.00 ¥25892.00 | 1 | |
Wirkt als bisubstratanaloger Inhibitor der Adenylatkinase, indem es in die ATP- und AMP-Bindungsstellen eingreift. | ||||||
Tubercidin | 69-33-0 | sc-258322 sc-258322A sc-258322B | 10 mg 50 mg 250 mg | ¥2076.00 ¥7480.00 ¥22090.00 | ||
Ein Purinnukleosid, das die Adenylatkinase hemmt, indem es ihre natürlichen Substrate nachahmt. | ||||||
Toyocamycin | 606-58-6 | sc-362812 | 10 mg | ¥1557.00 | ||
Ein Adenosinanalogon, das die Adenylatkinase durch Konkurrenz mit natürlichen Nukleotiden hemmt. | ||||||
5-Iodotubercidin | 24386-93-4 | sc-3531 sc-3531A | 1 mg 5 mg | ¥1726.00 ¥5235.00 | 20 | |
Hemmt AK8 durch Bindung an sein aktives Zentrum, wodurch der Zugang des Enzyms zu ATP und AMP blockiert wird. | ||||||
Cordycepin | 73-03-0 | sc-203902 | 10 mg | ¥1139.00 | 5 | |
Ein Nukleosidanalogon, das die Adenylatkinase hemmt, indem es mit ATP und AMP konkurriert. | ||||||
5′-Deoxy-5′-methylthioadenosine | 2457-80-9 | sc-202427 | 50 mg | ¥1376.00 | 1 | |
Konkurriert mit ATP und AMP und hemmt AK8 durch Blockierung seines aktiven Zentrums. | ||||||