AGTPBP1-Inhibitoren gehören zu einer bestimmten chemischen Verbindungsklasse, die auf das ATP/GTP-bindende Protein 1 (AGTPBP1) abzielt, das auch als p97/VCP-interagierendes Membranprotein (VIMP) bekannt ist. AGTPBP1 spielt eine entscheidende Rolle bei verschiedenen zellulären Prozessen, insbesondere bei der Regulierung der Proteinhomöostase und des endoplasmatischen Retikulum-assoziierten Proteinabbaus (ERAD). Chemisch gesehen können AGTPBP1-Inhibitoren verschiedene Strukturen und funktionelle Gruppen aufweisen, die es ihnen ermöglichen, selektiv mit dem AGTPBP1-Protein zu interagieren. Um wirksame Inhibitoren zu entwickeln, konzentrieren sich Forscher in der Regel darauf, die dreidimensionale Struktur von AGTPBP1 zu verstehen, wodurch sie die wichtigsten Bindungsstellen und aktiven Stellenreste identifizieren können, die an der Funktion von AGTPBP1 beteiligt sind. Anschließend werden Studien zur Struktur-Aktivitäts-Beziehung durchgeführt, um die hemmende Aktivität dieser Verbindungen zu optimieren.
Diese Inhibitoren sind oft kleine Moleküle, die durch Ansätze der medizinischen Chemie synthetisiert werden können. Das Ziel besteht darin, Verbindungen zu schaffen, die sich spezifisch an das aktive Zentrum von AGTPBP1 binden und dessen normale ATP/GTP-Bindungs- und Hydrolyseaktivitäten unterbrechen. Die Interaktion mit wichtigen Aminosäureresten innerhalb der Bindungsstelle umfasst verschiedene nichtkovalente Wechselwirkungen, wie Wasserstoffbrückenbindungen, Van-der-Waals-Kräfte und hydrophobe Wechselwirkungen. Darüber hinaus können Forscher computergestützte Modellierungs- und virtuelle Screening-Techniken einsetzen, um AGTPBP1-Inhibitoren aus großen Substanzbibliotheken zu identifizieren. Sobald vielversprechende Kandidaten identifiziert sind, werden sie in vitro und in zellulären Assays getestet, um ihre inhibitorische Aktivität und Selektivität gegenüber AGTPBP1 zu bewerten. Die Untersuchung von AGTPBP1-Inhibitoren hat wertvolle Erkenntnisse über die Rolle von AGTPBP1 in zellulären Prozessen geliefert und ein tieferes Verständnis seiner Wechselwirkungen mit anderen Proteinen wie p97/VCP ermöglicht. Durch die selektive Hemmung von AGTPBP1 wollen die Forscher die funktionellen Konsequenzen und nachgeschalteten Effekte der AGTPBP1-Hemmung auf zelluläre Prozesse und Signalwege untersuchen.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
NMS-873 | 1418013-75-8 | sc-478803 | 5 mg | ¥3385.00 | ||
Ein selektiver AGTPBP1-Inhibitor, der sich als potenziell geeignet erwiesen hat, die Deubiquitinierungsaktivität von AGTPBP1 zu hemmen und den ERAD-Prozess zu unterbrechen. | ||||||
Eeyarestatin I | 412960-54-4 | sc-358130B sc-358130 sc-358130A sc-358130C sc-358130D sc-358130E | 5 mg 10 mg 25 mg 50 mg 100 mg 500 mg | ¥1286.00 ¥2290.00 ¥3994.00 ¥7864.00 ¥15377.00 ¥65842.00 | 12 | |
Ursprünglich als Inhibitor des endoplasmatischen Retikulum-assoziierten Abbaus (ERAD) identifiziert, wurde später festgestellt, dass Eeyarestatin I mit AGTPBP1 interagiert, was zu einer Hemmung seiner Funktion führt und die Proteinhomöostase beeinträchtigt. | ||||||
DBeQ | 177355-84-9 | sc-499943 | 10 mg | ¥3723.00 | 1 | |
Ursprünglich als p97/VCP-Inhibitor identifiziert, wurde später festgestellt, dass DBeQ auch mit AGTPBP1 interagiert, was zu ER-Stress und der Aktivierung der ungefalteten Proteinreaktion (UPR) führt. | ||||||